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 Die Fauna im Lebenstal

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BeitragThema: Die Fauna im Lebenstal   So Nov 25, 2012 1:47 am

Beute und Jagdverhalten


Maus | Alle drei Rudel
Wenn man von den Käfern und Grashüpfern einmal absieht, die die Welpen fangen, sind die Mäuse das kleinste Beutetier der drei Rudel. Es gibt sie so gut wie auf jeder Wiese, in jedem Wäldchen, und sie sind sehr leicht zu fangen, da sie nicht wie andere, größere Beutetiere flüchten, sobald die Wölfe sich ihnen nähern, sondern diese entweder gar nicht beachten oder sich im hohen Gras zu verstecken versuchen, wo sie nur ein noch besseres Ziel bieten. Die Wölfe fangen sie, indem sie einen hohen Sprung machen, mit den Vorderpfoten auf der Maus landen, sodass diese nicht mehr fliehen kann, und sie dann mit dem Maul packen, um ihr das Genick zu brechen. Einige übermütige junge Wölfe werfen ihre Beute mit einem Schwinger des Kopfes ein paar Mal in die Luft, bevor sie sie fressen.

Kaninchen und Hasen | Anhänger Daimons und Itachis
Hasen und Kaninchen sind eher an die Lebensbedingungen in Wäldern und Flachland angepasst; sie kommen mit den schroffen Felsen, den ungeschützten Flächen und dem rauen Klima in den Bergen nicht gut zurecht, weshalb man sie im Revier der Anhänger Bators so gut wie gar nicht findet. In den Territorien der Daimon- und Itachi-Anhänger leben sie auf vielen Feldern, Lichtungen oder anderen eher baumlosen Flächen. Während die Kaninchen in Erdbauen leben, wohnen die Hasen auf freiem Feld, in Nestern. Da beide Tierarten sehr schnell sind, wird ein Wolf, der blindlings auf sie zu stürmt, sehr wenig erreichen. Meistens jagen die Wölfe diese Tiere zu zweit. Bei der Hasenjagd ist etwas mehr Einfühlungsvermögen gefragt als bei der Mausejagd; man muss sich in die Beute hineinversetzen und versuchen vorauszuahnen, wohin sie fliehen wird, wenn man sie aufschreckt. Dort postiert sich dann der Jagdpartner im Hinterhalt, während der Andere aus der entgegengesetzten Richtung auf den Hasen oder das Kaninchen zurennt und versucht, es in die gewünschte Richtung zu scheuchen.

Vögel | Alle drei Rudel
Es gibt viele verschiedene Vögel. Bei kleinen Singvögeln wie Meisen und Rotkehlchen machen sich die Wölfe so gut wie nie die Mühe, sie zu fangen. Auch Raubvögel wie Eulen, Falken und Adler lassen die Wölfe lieber in Ruhe, aber aus anderem Grund: Diese Konkurrenten sind sehr wehrhaft. Sie sind zwar kleiner als Wölfe, haben aber viel längere Krallen und können mit ihren Flügeln und ihrem Schnabel hart zuschlagen. Ein Gerangel mit einem Adler kann für einen jungen Wolf tödlich enden. Meistens gehen die beiden rivalisierenden Arten sich aus dem Weg, aber wenn ein Wolf oder ein Raubvogel sehr ausgehungert ist und den Angehörigen einer anderen Art trifft, der Beute gemacht hat, kann es zu einem Kampf um das Fleisch kommen. Die Adler, die man hauptsächlich im Revier der Anhänger Bators antrifft, sind die gefährlichsten dieser Raubvögel.
Ganz andere Gründe gibt es für den Waffenstillstand, den die Wölfe mit den Raben pflegen: Die schwarzen Vögel halten sich fast immer ungestört dort auf, wo die Wölfe sind. Wenn es Beute gibt, erspähen die Raben diese leichter als Wölfe, da sie fliegen können, und melden es ihnen. Wenn sich eine Gefahr dem Rudel nähert, schlagen die Raben Alarm. Als Dank lassen die Wölfe sie in Ruhe und überlassen ihnen die Reste, wenn sie Beute gemacht haben.

Waschbären | Anhänger Itachis
Waschbären sind pfiffige kleine Tiere, die nicht sehr häufig vorkommen. Sie sind am besten an das Leben im Wald angepasst und deshalb gibt es im Revier der Anhänger Itachis am meisten von ihnen. In den Bergen der Bator-Anhänger oder in dem ungeschützten, fast baumlosen Flachland im Territorium der Nachfolger Daimons trifft man sie nicht an. Eine besondere Jagdstrategie für Waschbären gibt es eigentlich nicht; meistens schleichen die Wölfe sich an, bis sie nahe genug sind, um einen Sprung wagen zu können. Da Waschbären klettern können und sich im Notfall mit Zähnen und Krallen wehren – sie werden etwa so gefährlich wie eine wütende Katze – gehören sie nicht zu den günstigsten Beutetieren.

Fische | alle drei Rudel
Fische gibt es in jedem Gewässer, in jedem der drei Reviere und auch im Niemandsland, aber das Rudel der Anhänger Daimons hat am meisten von ihnen. Da deren Rudelplatz auf einer Insel im Schlangensee liegt, sind Fische die Hauptnahrung dieser Wölfe, was ihnen ihr glattes, gesundes und glänzendes Fell verleiht. Fische sind nicht schwer zu fangen, wenn man weiß, wie man es anstellen muss. Bei Lachsen und anderen Flussfischen, die aus dem Wasser springen können, muss der jagende Wolf sich nur eine sogenannte Bärenmauer suchen, eine Art Mauer oder Damm aus Steinen, die ein Bär im Fluss aneinandergehäuft hat, zu genau diesem Zweck: Wenn die Lachse aus dem Wasser schnellen, um das Hindernis zu überspringen, beißt der Bär zu. Die Wölfe tun es ihm nach. Wenn sie jedoch auf der Jagd nach nicht-springenden Fischen sind oder wenn sie in einem See fischen müssen, wenden sie eine andere Technik an: Sie legen sich ans Ufer oder stellen sich ins Wasser, so reglos, als seien sie Felsen. Wenn ein Wolf geduldig ist, könnte er stundenlang warten, bis ein Funkeln im Wasser ihm die Nähe eines Fisches verrät. Sobald der Fisch in Reichweite der Schnauze des Wolfes ist, schnellt dieser vor und beißt zu. Die meisten Fische sind groß und dementsprechend stark, mit ihrem geschmeidigen Körper können sie heftig um sich schlagen. Vor allem Welpen lassen schnell los, wenn ein Fisch sich wehrt. Dank ihrer glitschigen Schuppen schaffen Fische es manchmal sogar, sich aus dem Maul eines erwachsenen Wolfes zu befreien.

Murmeltiere | Anhänger Bators
Die Murmeltiere leben sehr hoch im Gebirge, gerade noch an der obersten Grenze zum Revier der Anhänger Bators. Nur sehr selten verirrt sich ein Wolf hierher, und wenn doch, hat er keine große Chance, ein Murmeltier zu fangen: Die sehr vorsichtigen Tierchen verbringen den Tag immer in der Nähe ihrer Baue oder eines sicheren Unterschlupfes, und immer ist eines da, das Wache steht und die anderen warnt, sobald es etwas Verdächtiges in der Umgebung bemerkt. Wenn der Wolf es doch schafft, sich unbemerkt anzuschleichen, versucht er meist, den Murmeltieren den Weg zurück in den sicheren Bau abzuschneiden. Beim ersten Alarmpfeifen werden sie alle in diese Richtung rennen, das befiehlt ihr Instinkt, und sie werden nicht rechtzeitig bemerken, dass sich genau vor ihnen ihr Todfeind befindet.

Wildschweine | alle drei Rudel
Wildschweine gehören zu den wohl gefährlichsten Beutetieren im Revier. Sie leben meist allein oder in Gruppen, die aus einem Eber und mehreren Bachen bestehen. Mit ihren harten Hufen, ihrer enormen Körperkraft (und -masse) und ihren langen, gebogenen Hauern sind sie durchaus in der Lage, einen erwachsenen Wolf zu töten. Ein wütendes Wildschwein lässt sich nicht mehr bremsen, es wälzt alles platt, das ihm im Weg steht. Und Wildschweine sind sehr reizbar, vor allem die Bachen, wenn sie Frischlinge haben. Ein einzelner Wolf sollte sich deshalb besser nicht an der Jagd versuchen. Im Rudel ist das sicherer: Das Rudel schleicht sich an das Wildschwein an und bildet dann einen Halbkreis um das Tier, lautlos und im Schutz der Bäume und Büsche. Wenn es sich zeigt, bleiben dem Wildschwein, das am Verhalten der Wölfe schnell erkennt, dass diese auf der Jagd sind, zwei Möglichkeiten: Kampf oder Flucht. Meistens wählt es „Flucht“. Ein fliehendes Wildschwein ist schnell, aber die Wölfe laufen in einer Reihe hinter ihm her und wechseln sich mit der Führung der Jagdtruppe ab, sodass sie nicht allzu sehr ermüden, während das Wildschwein die ganze Zeit sein Bestes geben muss – bis es erschöpft ist. Dann können die Wölfe es gefahrlos umzingeln und töten. Manchmal versuchen sie auch, das Wildschwein zu Schluchten, Höhlen oder anderen Orten zu locken, aus denen es nicht mehr hinaus kann, sodass sie es in Ruhe erlegen können, ohne eine Flucht befürchten zu müssen. Hinterhalte wie bei Hasen und Rehen würden bei einem Wildschwein nicht funktionieren, da es einen einzelnen Wolf, der sich auf es stürzt, entweder einfach ignorieren und abschütteln oder ihm den Garaus machen würde. Man kann ein Wildschwein auch nicht aufs Glatteis treiben, wie die Wölfe es im Winter mit manchen Huftieren machen, da das Körpergewicht des Tieres und seine hämmernden Schritte es einbrechen lassen würden, sodass die Wölfe nicht an ihre Beute kommen würden.

Reh | alle drei Rudel
Eine Rehjagd ist eine willkommene Abwechslung für das ganze Rudel; normalerweise zieht nur eine kleine, ausgewählte Jagdtruppe los, um Beute zu besorgen, aber bei Rehen, Elchen und Bären wird das ganze meist eine Rudeljagd. Rehe sind sehr scheu und schreckhaft. Meistens tun sie sich zu Herden zusammen, sogenannte Harems, die aus einem Hirsch und seinen vielen Gefährtinnen besteht. Diese Herden gilt es erst aufzuspüren, und das ist keine leichte Arbeit. Wenn die Wölfe eine Herde gefunden haben, halten sie sich versteckt und beobachten diese so lange, bis sie ein Tier ausgewählt haben, das wegen Alter, Krankheit oder Verletzung eine leichte Beute werden wird. Dann beginnt die Jagd: Die Wölfe teilen sich so auf, dass sie eine Art Halbkreis um das Tier bilden, das sie vom Rudel trennen wollten. Dann springen sie aus dem Gebüsch, erschrecken die Rehe und versuchen, sich zwischen das ausgesuchte Tier und den Rest der Herde zu bringen und diese zu trennen. Meist gelingt das, da das ausgewählte Ziel immer ein Handicap hat wie zum Beispiel eine Wunde am Bein, hohes Alter oder eine Krankheit, die es schwächt. Sobald die Beute von ihrer Herde getrennt ist, springt ein Wolf hoch und verbeißt sich in ihrem Nacken; die anderen Wölfe rennen hinter dem Beutetier her und schnappen nach seinen Beinen, um es zu Fall zu bringen. Der genaue Ablauf der Jagd ist natürlich jedes Mal anders.

Elche | alle drei Rudel
Elche sind wie Wildschweine sehr gefährliche und wehrhafte Tiere. Nicht so reizbar, aber trotzdem nicht zu unterschätzen. Ein Tritt mit den mächtigen Hufen kann einem Wolf mühelos den Schädel zertrümmern, und die Hörner der Elche sind robust genug, um einen Wolf aufzuspießen und in die Ferne zu schleudern. Bei der Elchjagd müssen die Wölfe sehr vorsichtig sein. Meistens sind Elche eher ruhige Tiere, aber ein Elch, der um sein Leben fürchtet, ist unberechenbar. Es gibt keine genaue Strategie für die Elchjagd; meist gehen die Wölfe vor wie bei den Wildschweinen. Im Winter treiben sie die Elche aufs Glatteis, wo diese mit ihren Hufen keinen Halt finden. Manchmal umzingeln sie einen Elch und reizen ihn so lange mit Knurren, Schnappen und solchen Spielchen wie Zwischen Seinen Beinen Hindurchlaufen oder Vorspringen, Nach Ihm Schnappen Und Sich In Sicherheit Bringen, bis der Elch die Geduld verliert und auf einen von ihnen losgeht. Dann stürzt sich das ganze Rudel auf ihn und beißt zu, meistens in Bauch und Kehle. Ein einzelner Wolf sollte sich von einem Elch immer fernhalten.

Natürliche Feinde


Füchse | alle drei Rudel
Füchse gibt es nicht viele in den Revieren des ehemaligen Sturmtief-Rudels. Dafür haben unter anderem auch die Wölfe gesorgt. Dank der Menschen ist ihre Nahrung eh schon knapp, und sie können es sich nicht leisten, mit Fressfeinden zusammenzuleben, die sich genau so ernähren wie sie. Auch die Menschen machen Jagd auf die Füchse, weshalb man selten bis nie einen zu Gesicht bekommt. Wenn die Wölfe einen Bau mit Fuchswelpen finden, zögern sie meistens nicht, graben den Bau aus und machen kurzen Prozess mit den Welpen, was gefährlich sein kann, wenn die Fuchsmutter sich in der Nähe aufhält.

Raubvögel | alle drei Rudel
Raubvögel wie Eulen, Falken, Habichte und Adler gibt es hauptsächlich im Revier der Anhänger Bators, aber auch in den anderen Gebieten. Sie sind keine Jagdbeute, da sie zu gefährlich und schwer zu fangen sind, und selbst ihre wehrlosen Jungen sind unerreichbar für die Wölfe: Das Nest liegt an versteckten Orten, hoch oben an einer Felswand oder auf dem größten Baum im Wald. Dagegen kann es schon vorkommen, dass ein unvorsichtiger Wolfswelpe Opfer eines Raubvogels wird.
Diese Konkurrenten sind sehr wehrhaft. Sie sind zwar kleiner als Wölfe, haben aber viel längere Krallen und können mit ihren Flügeln und ihrem Schnabel hart zuschlagen. Ein Gerangel mit einem Adler kann für einen jungen Wolf tödlich enden. Meistens gehen die beiden rivalisierenden Arten sich aus dem Weg, aber wenn ein Wolf oder ein Raubvogel sehr ausgehungert ist und den Angehörigen einer anderen Art trifft, der Beute gemacht hat, kann es zu einem Kampf um das Fleisch kommen. Die Adler, die man hauptsächlich im Revier der Anhänger Bators antrifft, sind die Größten und Gefährlichsten dieser Raubvögel.

Bären | alle drei Rudel
Bären trifft man im Lebenstal selten an. Es gibt Schwarzbären, Braunbären und Grizzlybären in den verschiedenen Revieren der Rudel, aber diese gehen den Wölfen nach Möglichkeit aus dem Weg. Ein einzelner Wolf wird mit einem ausgewachsenen Bären nicht fertig, aber wenn das ganze Rudel sich zusammentut, ist der Bär eindeutig im Nachteil. Die beiden Tierarten sind verfeindet: Wenn ein Bär eine unbewachte oder nur von einem einzigen Wolf bewachte Welpenhöhle findet, tötet er die Welpen. Und wenn ein Wolfsrudel einen Bären aufspürt, wird dieser getötet oder verjagt. Bei der „Jagd“ von Bären gehen die Wölfe nicht immer gleich vor. Meistens hetzen sie ihn, bis sie es schaffen, ihn zu umzingeln, und belagern ihn dann so lange mit gelegentlichen Angriffen, um ihn wachsam zu halten, bis der Bär erschöpft wird und sich kaum noch wehrt. Erst dann traut sich das Rudel, ihm den Rest zu geben.

Haus- und Arbeitstiere der Menschen


Pferde
Pferde sind die wohl wichtigsten Arbeitstiere der Menschen: Sie ziehen Kutschen, lassen sich reiten und begleiten die Menschen auf die Jagd nach alter englischer Art. Das ist einer der Gründe, weshalb die Wölfe die Pferde fast so sehr hassen wie die Zweibeiner selbst: Diesen flinken langbeinigen Tieren verdanken sie unter Anderem den Tod vieler Artgenossen. Dennoch lassen die Wölfe die Pferde meistens in Ruhe, da diese meist nicht unbeaufsichtigt auf der Weide, sondern in den Ställen der Menschen stehen und sich gut wehren können – sie sind genauso groß wie ein Elch, nur viel schneller und mit größeren Hufen.

Rinder
Für die Wölfe sind die schwerfälligen Kühe auf den Weiden der Menschen eine leichte Beute. Man braucht keine Strategie, man springt einfach über den Zaun und läuft auf das nächstbeste Tier zu – die Kühe können überhaupt nicht entkommen: auch, wenn sie es versuchen, können sie dank ihres Körpergewichts den Zaun nicht überspringen, um zu fliehen. Sie sitzen in der Falle. Wenn sie Glück haben, ist ein Hütehund in der Nähe, der die Wölfe so lange ablenkt, bis der Viehbesitzer die Gefahr bemerkt und handelt. Dennoch lassen die Wölfe die Kühe meistens in Ruhe, da es sehr riskant ist, sich in solch unmittelbare Nähe der Menschen zu begeben. Außerdem ist es wohl leicht, eine Kuh zu erlegen, aber das Schwierige kommt danach: So schnell so viel fressen, dass keine verdächtigen Spuren bleiben, kann kein Wolf, und wenn die Wölfe versuchen, die Beute in Teile zu zerlegen und sie zum Rudelplatz zu schleppen, dauert das auch Zeit – Zeit, in der die Wölfe ungeschützt auf freier Wiese stehen und ein gutes Ziel für die Gewehre der Menschen bieten. Die Kühe sind das Risiko einfach nicht wert.
Mit dem Stier ist es etwas anderes. Wenn es auf der Weide einen Stier gibt und wenn dieser Stier sieht, dass seine Herde angegriffen wird, wird er so wütend wie ein Wildschweinkeiler und stürmt auf die Feinde zu. Einem leichtsinnigen oder unaufmerksamen Wolf kann es leicht passieren, auf die Hörner genommen oder zertrampelt zu werden. Wenn sich also ein Stier auf der Weide befindet, braucht es noch einmal zwei, drei Wölfe, um ihn abzulenken, während die Kuh erlegt wird. Und auch wenn die Kuh tot ist, können die Wölfe sie nicht in Ruhe fressen oder wegtragen, da sie immer noch Gefahr laufen, von dem Stier angegriffen zu werden.

Ziegen und Schafe
Ziegen und Schafe sind wohl die Tiere, die, wenn überhaupt, am öftesten von den Wölfen gerissen werden – bevorzugt allerdings Schafe. Schafe sind die leichteste Beute überhaupt, da sie nicht aus dem Pferch oder Stall entkommen können, weder groß noch gefährlich sind, keine Hörner haben wie die Ziegen und nicht allzu schnell laufen können. Ziegen sind da etwas heikler, da sie mit ihren kurzen Hörnern zwar kaum Schaden anrichten können, es aber dennoch gilt, ihnen auszuweichen. Und Ziegen haben etwas mehr Mumm als Schafe, können klettern und wehren sich jedes Mal wild. Dennoch sind die Wölfe ihnen weit überlegen und die Ziegenjagd stellt eigentlich nie ein Problem dar, nicht einmal für unerfahrene Jungwölfe.
Die einzige Gefahr bei der Schafjagd ist der Hütehund oder der Schäfer. Die Herde ist nicht rund um die Uhr bewacht und ein paar Tiere, die sich der Aufmerksamkeit ihrer Beschützer entziehen und die leicht zu jagen sind, findet man als Wolf immer. Aber wenn der Schäfer einen Wolf in der Nähe seiner Schafe sieht oder ein von Wölfen erlegtes Tier findet, hat das Folgen, und nicht nur für diesen einzelnen Wolf. Die Menschen ziehen jedes Mal, wenn Vieh gerissen wird, los, um sich an den Wölfen zu rächen, und erschießen so viele von ihnen, wie sie finden können.

Hunde
Hunde. Die nächsten Verwandten und doch die größten Feinde der Wölfe, wenn man von den Menschen absieht. Klar gibt es einige Hunde, die die Wölfe verstehen, die vielleicht sogar zu ihnen halten würden, wenn sie könnten, aber die meisten Hüte- und Jagdhunde sind darauf trainiert, jeden Wolf anzugreifen, der ihnen nahe genug kommt. Das geht allerdings meist schlecht für die Hunde aus, denn wenn ein einzelner Hund einen Wolf angreift, wird er mit ziemlicher Sicherheit unterliegen. In den Augen der Wölfe sind Hunde „verweichlichte Verräter“: Sie beschützen die Schafe, Ziegen und Kühe, machen den Schäfer aufmerksam, wenn sich ein Wolf nähert, und sie folgen den Fährten der Wölfe und führen die Menschen zu deren Verstecken oder hetzen sie so lange, bis die Menschen die Hunde einholen und die Jagd beenden.

Katzen
Aus Katzen machen die Wölfe sich nichts, und umgekehrt. Katzen sind keine Jagdbeute, sie sind selbst Jäger, aber da sie höchstens Mäuse fangen, dulden die Wölfe sie und greifen sie nicht an. Keine Katze wäre so dumm, in die Nähe eines ausgewachsenen Wolfes zu gehen, und kein Wolf wäre so dumm, absichtlich Streit mit einer Katze anzufangen. Zwischen beiden Tierarten herrscht eine Art gleichgültiger Hass.

Ratten
Zusammen mit den Menschen kamen auch Ratten ins Land. Große, hungrige Ratten, die die Kornspeicher, Häuser und Felder der Menschen bevölkern, zahlreich wie Ameisen, und die zahlreiche Krankheiten übertragen können. Die Wölfe würden nie Ratten jagen, es sei denn, das ganze Rudel steht kurz vor dem Verhungern; sie wissen sehr wohl um die Krankheiten und Parasiten, die die Ratten mitbringen, und sie würden nie die riskante Nähe der Menschen suchen, nur um ein so kleines und wehrhaftes Tier zu fangen. Denn Ratten sind wehrhaft. Bei einem ausgewachsenen Wolf können sie nichts ausrichten, aber es gab schon Welpen, die in eine Rattengrube gefallen und nicht mehr lebendig herausgekommen sind.

Kaninchen
Kaninchen, ebenfalls eine sehr leichte Beute. Die Wölfe konnten nie verstehen, wozu die Kaninchen gut sind. Die Menschen essen sie nicht; sie scheren sie nicht und benutzen ihr Fell nicht, wie sie es mit den Schafen machen; sie benutzen sie nicht zum Bewachen von Haus und Hof wie die Wachhunde; sie spielen nur mit ihnen. Und sie mästen sie. Fast nie bekommen die Kaninchen, die in Ställen oder kleinen Gehegen leben, richtigen Auslauf, und entsprechend hat sich das auf ihr Körpergewicht ausgewirkt. Kaninchen können zwar sehr schnell sein und Haken schlagen, die die Wölfe ihnen nie nachmachen können, aber in den hoffnungslos winztigen Käfigen dieser Nagetiere ist eine Kaninchenjagd eher ein Spiel, ein Umherspringen, das so lange dauert, bis das Kaninchen aufgibt und sich in eine Ecke kauert. Dann kann der Wolf es bequem packen. Meistens kommt es jedoch nicht dazu, da die Kaninchenställe dicht bei den Menschenhäusern stehen und kein Wolf sich nur für etwas so Kleines wie ein Kaninchen dorthin trauen würde.

Hühner
Wenn morgens ein Huhn im Stall fehlt, behaupten die Menschen: „Das war ein Fuchs.“ Aber meistens irren sie sich. Die Hauptfeinde der Hühner sind nämlich die Wölfe. Für einen kleinen Fuchs wäre es nicht so leicht, den Zaun zu überspringen und im Hühnerstall zu landen, oder in einer einzigen Nacht ein großes Loch unter dem Zaun hindurch zu buddeln. Für einen großen Wolf geht das problemlos. Hühner sind für Wölfe die leichteste Beute überhaupt, denn genau wie die Kaninchen können sie nicht fliehen. Und noch etwas: Sie könnten nicht einmal in freier Wildbahn fliehen, denn sie können nicht fliegen und im Laufen sind sie auch alles andere als schnell. Dennoch lassen die Wölfe die Hühnerställe meistens in Ruhe, wegen der Wachhunde.

Liste

Hier eine knappere Übersicht der oben genannten Tiere.
Tier | Lebensraum | Klassifikation | Jagdverhalten der Wölfe
Maus | alle drei Rudel | Leichte Beute| Luftsprung; mit den Pfoten auf der Beute landen; zubeißen
Kaninchen, Hasen | Beute | Anhänger Daimons und Itachis | Hinterhalt
Vögel | alle drei Rudel | von der Vogelart abhängig Beute, Konkurrent, Mitbewohner oder gefährliche Beute | ignorieren; nur bei Hungersnot sind Vögel Beute
Waschbären | Anhänger Itachis | Manchmal schwierige Beute, manchmal „Mitbewohner“ | ignorieren; in einem Glücksfall: sich anschleichen und dann springen
Fische | alle drei Rudel | Beute | Bärenmauer suchen und Fisch im Sprung schnappen; Reglos am Ufer sitzen, bis ein Fisch auftaucht, und diesen dann packen
Füchse | alle drei Rudel | Gefährliche Beute, Konkurrent | Welpenbau ausgraben
Murmeltiere | Anhänger Bators (oberste Reviergrenze) | Mitbewohner, schwierige Beute | anschleichen und den Weg zum Bau abschneiden
Wildschweine | alle drei Rudel | Gefährliche Beute | Hatz; In die Enge treiben
Rehe | alle drei Rudel | Beute | Hinterhalt; von der Herde trennen; zu Fall bringen
Elche | alle drei Rudel | Gefährliche Beute | Hatz oder den Elch umzingeln und ärgern, bis der Elch einen der Wölfe angreift; sich dann auf ihn stürzen
Bären | alle drei Rudel | Gefährliche Beute, Konkurrent, Schwierige Beute | Hatz, in die Enge treiben und erschöpfen

Legende:
alle drei Rudel/Anhänger ... im Revier aller drei Rudel anzutreffen, auch im Niemandsland / im Revier der Anhänger … anzutreffen
Leichte Beute/Beute/Schwierige Beute/Gefährliche Beute/Mitbewohner/Konkurrent Leichte Beute: Leicht zu fangendes Beutetier, auch für Welpen geeignet / Beute: Normales Beutetier, weder sehr schwer zu fangen noch sehr leicht / Schwierige Beute: Sehr vorsichtiges, schnelles, schwer erreichbares oder kluges Beutetier, das man nur mit großer Mühe und Aufwand fangen kann, das aber nicht ernsthaft gefährlich ist / Gefährliche Beute: Sehr wehrhaftes Beutetier, für Welpen ungeeignet, kann Wölfe ernsthaft verletzen / Mitbewohner: Ungefährliches, aber nicht als Beute geeignetes Tier, das aus irgendeinem Grund in der Nähe der Wölfe geduldet wird / Konkurrent: Anderes Raubtier, das im Revier der Wölfe lebt und mit dem möglicherweise Kämpfe um Beute entstehen können, meist sehr wehrhaft

Natürlich sind das nicht alle Tiere. Wenn euch noch etwas einfällt, sagt hier Bescheid, sodass die Liste ergänzt werden kann!
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