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 Morpheus - Watch'in Clouds

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Morpheus

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Anzahl der Beiträge : 22
Anmeldedatum : 18.02.13

Charakter der Figur
Titel: Daydreamer
Rudel: Rudel der Itachis
Rang: Gewöhnliches Mitglied

BeitragThema: Morpheus - Watch'in Clouds   Mi Feb 20, 2013 8:23 am


Morpheus




Allgemeines


Hörst du den Himmel rufen? Ständig ruft er deinen Namen, immer und immer wieder ruft er nach dir. Sie wollen dich wiedersehen. Sie will dich zurück. Komm aus deinem Schatten heraus und flieg zu den Sternen, mit dem Wind im Nacken, mit der Freude im Fell. Du kannst sie nicht ewig warten lassen, ewig mussten sie dich rufen. Doch nun kehrst du heim, nach Hause zu deiner Bestimmung, zu deinem Schicksal, zu deiner Hoffnung. Doch nie wird dich jemand aus deinen Träumen holen können, ewig ruft sie deinen Namen. Finde sie und erfülle ihr Herz, rette sie in ihrem größten Schmerz. Du bist geflohen, hast gehungert, und nun willst du aufgeben? Was bist du für ein Träumer, wenn du keine Träume hast? Nichts, wonach zu greifen kannst, nichts was deine Gedanken erfüllt. Riechst du den Duft? Hörst du die Töne? Die Zeit kommt, immer schneller und schneller kommt sie dir entgegen, ohne dass du sie stoppen kannst.


name;
Man sagt jeder Name hat seine eigene Seele. Gesponnen aus den Harfen des Windes, gespielt von den Klängen des Wassers tragen sie dich hinfort und zeigen dir Bilder, die sonst niemand sieht. Eine Seele, erfüllt mit der Macht alles zu verändern, eine Stimme, mit dem Klang der Kiefern. Manche fürchten den ein oder anderen Namen, den sie hören, andere respektieren ihn. Ohne Namen könnte ich niemanden rufen, den ich schrecklich vermisse. Ich könnte mich nur an die Augen und den Geruch desjenigen erinnern. Nur an die Stimme, die zu mir redete, wenn ich sie sah, und die Worte, die Erinnerungen, die wir miteinander wechselten. Die meisten sehen in mir einen "Träumer", und meine Eltern sahen mich anscheinend auch so. Morpheus werde ich genannt, der Name für Träumer, wie mich die in einer vollkommen anderen Welt leben. Einer Welt, jenseits der Vorstellungskraft anderer, alleine auf einer Weide mit Lichtern, die den Himmel entgegenflogen. Jeder spricht ihn anders aus, und jeder kennt ihn anders, aber jeder Klang hört sich wie das Lied eines Vogels an. Kein Vogel singt genauso wie der andere, kein Wind pfeift die gleichen Klänge. Und Zweitnamen, sie sind so etwas wie die zweite Strophe eines Liedes. Vielleicht hat dir ja jemand anderes ihn dir gegeben, und er ist eine wertvolle Erinnerung? Nun, ich besitze keinen Zweitnamen, zumindest nicht, dass ich wüsste. Doch trotzdem werde ich das Lied jedes Einzelnen ewig heulen, selbst jenen Namen, der es nicht würdig ist, in den Reihen der Vertrauten eingeschworen zu werden. Ja, selbst diese rufe ich.


titel;
So wie mein Name in den Himmel gerufen wird, so wird meine Seele auch ewig strahlen. Wie ein Vogel, schwerelos wie eine Feder segle ich durch die Luft, auf alle um mich herablickend. Könnte ich nur über den Himmel fliegen, auf der Suche nach den Wundern des Lebens. Könnte ich nur all die fröhlichen Gesichter sehen, die mich anlächeln. Ich wünschte, ich würde finden, was ich suche. Warum ich zurückgekehrt bin, in das Land, dass ich einst verlassen hatte, ohne Wenn und Aber. Alle, die mich kennen, wissen, in was für Wolken ich schwebe. Doch keiner sieht sie. Keiner sieht die unendlichen Möglichkeiten, die sich uns offenbarten. Keiner versteht, wieso ich mir um solche Sachen Gedanken mache, und ich fürchte sie werden es auch nie tun. Nie wird man verstehen, was es noch außerhalb von dieser Welt gibt, außer Kummer, Stille und Schmerz. Oh könnte ich nur die Tiere verstehen, sie fragen, warum sie uns hassen. Ich weiß, ich weiche gerade vom Thema ab, aber egal. Öfters mache ich mir Gedanken über Sachen, die sich so manch anderer gar nicht vorstellen kann. Was Träume sind zum Beispiel. Sind sie unser Schicksal, unsere Wünsche oder nur Hoffnung, die wir uns zu erträumen versuchen? Könnten wir uns nicht wieder vertragen? Wieso können wir nicht unsere alten Freunde rufen, wie wir es einst getan haben? Wir dürfen sie nicht verachten, nur weil sie ihrem Helden folgten. Ewig wird man mich "Daydreamer" rufen, solange ich noch lebe. Nie wird jemand meine Gedanken verstehen können, mein Verlangen zu verstehen, was die Welt ist. Doch ich werde sehnlichst auf den Tag warten, an dem sich meine wahre Bestimmung offenbart, und meine Gründe, wieso ich hier her zurückgekommen bin einen Sinn ergeben.


geschlecht;
Mein Herz wird ewig als dies eines stolzen, selbstbewussten Rüden schlagen. Mein Heulen wird ewig in dem Walde widerhallen, wenn die große Jagd beginnt und endet. Sicherlich, du hast es höflich gemeint. Nur manch andere Wölfe wirken gereizt auf solch eine Frage. Sie könnten es als höchst unhöflich empfinden. Mein Name hört sich nach einen Rüden an, außer du hast natürlich Morpina verstanden, aber dass bezweifle ich. Immerhin kann man riechen und hören, dass ich ein reiner Rüde bin, ebenso am Temperament. Na gut, vielleicht kennst du ja auch Wölfe, die mir ähneln, aber ich drück einfach mal ein Auge zu, nur versuch das nicht bei anderen.


alter;
Vieles habe ich auf der Welt gesehen. Wälder, Tiere und andere Wölfe bis hin zu Sonnenuntergängen und Jahreswechsel. Doch meine Erfahrung reicht noch lange nicht bis über die Grenzen. Ich habe bestimmt noch nicht alles gesehen, was es auf dieser großen weiten Welt gibt. Es gibt noch viel zu entdecken, viel zu erfahren. Ich bin gerade mal 3 Jahre alt, jung genug um die Veränderungen zu sehen, die meine Heimat durchgemacht hat. Auch wenn ich die Spaltung des großen Rudels nicht gesehen habe, doch spüre ich die Ängste und die Unsicherheit, die auf den Wölfen lastet. Doch trotz meines jungen Alters respektiere ich jeden Wolf und auch die, die mich verachten. Und sie schenken es mir zurück. Jedem Altwolf gewähre ich meinen Respekt, selbst der kleinste, naivste Jungwolf kann noch groß und stark werden. Ich habe noch viel zu erleben, viel zu lernen, bis ich Alt und gräulich werde und die Welpen als ich noch jung war als erwachsene, starke Wölfe sehen. Und selbst wenn nicht, es macht mich schon stolz in diesem Lande zu leben.


rang;
Jeder Wolf hat seinen eigenen, wichtigen Platz im Rudel. Von den Jungwölfen hin bis zu Omegas und Betas ist jeder Wolf wichtig. Ich gehöre zu den normalen Mitgliedern. Mein Leben ist noch lange nicht vorbei, und angefangen hat es auch noch nicht. Auch wenn Alphas Rudel leiten und Betas helfen es zu beschützen, so sind selbst wir wichtig, ebenso wie die Omegas. Auch wenn wir nur ein kleiner Teil des Ganzen sind, so schlagen alle Wölfe, von den Daimons bis zu den Bathors wie ein Herz. Ich habe nicht vor einen höheren Platz zu ergattern. Ich bin nicht einer dieser Wölfe, die nach Ruhm und Macht streben, wie es so manch anderer aus anderen Rudeln tut. Vielleicht wäre ich in dem Rudel der Daimons ein Omega geworden oder war es sogar gewesen, aber wirklich erinnern kann ich mich daran nicht mehr ...


rudel;
In mir fließt das Blut der Daimons, des Daimons um genauer zu sein. Von dem Helden, den alle verehren, fließt mein Stammbaum, und so werde ich auch ewig ein Teil von ihm bleiben. Doch ich bin nicht bei meiner Familie, bei denen die mich immer beschützt haben. Eine Zeit lang wanderte ich in den Wäldern, auf der Suche nach der Hoffnung, meiner Bestimmung. Doch ich hatte Erinnerungen, die mich an diesen Ort banden. Erinnerungen, die mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht zaubern und mich an gute, alte Zeiten erinnern. Ständig musste ich daran denken, nie konnte ich es vergessen.Ich konnte nicht weggehen, also kehrte ich zurück, nach Tagen, vielleicht auch Monaten oder Jahren. Ich achtete nie auf die Zeit, meine Gedanken waren nur zerspannt und meine Seele war verschlossen. Die Zeit ist verstrichen, doch ich kehrte nicht zu meiner Familie zurück. Mein Weg führte sich zu den Itachis. Es war ein Gefühl, dass mir sagte, dass ich zurückkehren sollte, doch die Daimons werden mich sicherlich nicht mehr zu sich nehmen. Nicht, als ich sie verlassen habe und nun in ein feindliches Rudel zurückkehre.


rasse;
Ich bin ein Mischling. Während durch meine Mutter das Blut eines Mischlings fließt, hat sich mit dem meines Vaters, eines Grauwolfes vermischt. Ich kenne meinen Vater zwar nicht, doch trotzdem weiß ich durch viele Geschichten, dass er ein stolzer Wolf ist. Doch warum mein Fell anders als ihres geworden ist, weiß ich dennoch nicht.






Aussehen


Erinnerst du dich? Grau war der Tag, schwül die Stimmung. Das Wasser rauschte, der Wind sang. Wärst du nicht da gewesen, hätte sich alles ändern können. Wärst du gegangen, hätte sich alles ändern können. Du wusstest nicht was, und nicht warum. Doch es war das Richtige, das du da tust. Stumm sprachst du mit ihr, wissend, dass du es nicht durftest. Doch du hörtest zu. Du redetest du ihr, nicht wissend was kommen würde. Vielleicht hat sie dich schon vergessen. Möglicherweiße hat sie Wichtigeres zutun. Doch trotzdem ruft die Stimme zu ihr, du sollst wiederkehren. Ohne Plan, ohne Fragen kehrtest du wieder, in das Rudel das nicht zu dir sprach. Nie hattest du etwas mit ihm zutun, doch deine Träume sagten dir du sollest warten, darauf, dass sich alles offenbare.


aussehen;
Jeder Wolf ist etwas Besonderes, egal ob alle schwarz wie die Dunkelheit oder braun wie die Bäume gefärbt sind. In mit steckt kein reiner Wolf oder ein der Mutter ähnlicher Mischling, was mich schon etwas von den anderen ausgrenzen könnte. Mein Fell ist dicht, was im Winter natürlich nützlich, im Sommer jedoch eher unvorteilhaft ist. Wie jedes Fell ist es wasserdicht. Stell dir doch mal vor, wie ein Wolf aussehen würde, wenn sein Fell wie Moos vollgesogen ist. Sich zu trocknen könnte ewig dauern.Durch mein unreines, weißes Fell zieht sich graues, fast schwarzes Fell, was dem guten Kontrast verleiht. Eine weiße Maske, die sich um meine bernsteinfarbenen, stechenden Augen legt, bringt mir ein Ebenbild, das mich an die Sagen und Erzählungen von Daimon erinnert. Natürlich sieht sie nicht genauso aus wie sein Gesicht, da von der Nase bis zu der Stirn eher schwarze Fellspitzen durchziehen. Meine Ohren könnten vielleicht schon schwarz sein, und vielleicht auch etwas größer, aber das mag ich lieber den Blicken anderer überlassen. Das Grau, von dem ich dir vorhin erzählt habe, bedeckt meinen ganzen Rücken und meine Rute, und hinterlässt auf meinem Hals einen kaum sehbaren V-Strich. Zwar sieht man vielleicht ein paar weiße Haare , aber man sieht nicht immer Wölfe mit einem reinen Fellmuster, stimmts?Einige graue Fellhaare ziehen sich von meinen Schultern bis zu meinen Pfoten runter, aber das müsste dir ja selber auffallen. Für mich sieht es aus wie ein Schatten, aber wenn es einer wäre, würde er etwas seltsam aussehen, für die Schatten, die wir gewöhnlich sehen. Die Pfoten sind bei mir etwas größer, weshalb ich so manches Mal aufpassen muss, wo ich drauftrete. Vielleicht bin sogar ich derjenige, der die ganzen Äste im Wald zerbricht, dafür komm ich besser durch Schnee als manch anderer. So etwas hat nunmal seine Vor- und Nachteile. Dafür sind sie statt rosarot oder anderen Tönen mit einem satten schwarz gefüllt. Irgendwie interessant, dass viele Wölfe mehr Rosa statt braun haben, aber man kann es nunmal nicht ändern. Meine Statur müsste dir natürlich ebenfalls auffallen. Zusammen mit meiner Schulterhöhe und meinem Gewicht komme ich eigentlich ganz gut zurecht. Es verleiht mir mehr eine kräftigere, vielleicht durch mein ganzes Fell eine buschigere Ausstrahlung. In mir steckt mehr Sprinter als Ausdauerläufer, weshalb meine Hinterpfoten kräftiger sind als meine Vorderpfoten. Meine Bewegungen sind recht schnell, mein Gang ist trotzdem langsam und ruhig, ohne dass ich mich groß anstrengen müsste. Meine Ausstrahlung ... nunja verträumt und ruhig eben. Wirklich gut kann ich mich selber aber nicht beschreiben, immerhin seh ich mich selbst nicht so gut wie du mich.


besonderheiten;
Das Einzige was an mir auffallen könnte ist mein Fellmuster und meine herausstechenden. bernsteinfarbenen Augen. Meine Ausstrahlung? Groß und bauschig, wenn du mich fragst.


größe;
Nun, wenn du zu mir heraufschaust, dann bist du deutlich kleiner als ich, wenn du jedoch über meinen Kopf bist, kannst du etwas ähnliches in Richtung 85cm erreichen. Ob es wirklich groß ist? Nun, ich weiß nicht so recht ... Vielleicht bin ich auch ein kleiner Wolf, aber das wird man noch sehen, wenn alle über meinen Kopf drüber wachsen.


gewicht;
Hmm... ich würde höchstens 60 kg schätzen. Nicht zu dürr und nicht zu wohlgenährt. Für meine Statur und meine Größe müsste es eigentlich perfekt sein, aber ich kenn mich mit so etwas nicht wirklich aus. Nur frag am besten nicht jeden, der vor dir steht, wie viel sie wiegen. Einige könnten gereizt wirken, wenn du verstehst, was ich meine.





Charakter


Ein Träumer, in einer anderen Welt lebend, ein Rüde offen und den Fremden erkennend. Keiner von den Wölfen, die Fremde hassten, sie töteten verjagten und sogar plagten. Vielleicht sogar typisch, vielleicht auch nicht, dass lass sie entscheiden, die ihm begegnen. Seine Träume sind groß, seine Hoffnung noch fein. Doch sei auf der Hut, von der schwarzen Brut. Vielleicht offenbart er dir die Träume, die er einst hatte. Vielleicht ja auch nicht, doch niemand es wusste. Keinen interessierte seine Meinungen, leer schmiss er sie in den Raum. Bis einer zuhörte, in seinem Traum. Rede mit ihm, er wird dir nicht böse. Vielleicht werdet ihr Freunde, statt nur Bekannte. Er wird dir zuhören, wie er es jedem gleichtat. Er könnte dir helfen, wenn du mal nicht kannst. Er könnte verteidigen, was er ja auch mag.


charakter;
Seelen kann niemand so genau beschreiben. Jede ist anders, mal größer, mal kleiner, mal offener, mal verschlossener. Sie sind eigenständig und von Farben erfüllt, die jeder anders sieht als der manch anderer. Man mag sie oder nunmal nicht. Andere könnten mich besser beschreiben, vielleicht sogar erkennen ob ich mich groß oder ein wenig verändert habe. Sie könnten vielleicht sogar jede einzige Macke und jeden einzigen Vorteil aus mir herauspicken, doch ich kann es versuchen, möglichst genau meinen Facetten zu schildern. In mir steckt ein ruhiger, stiller Wolf. Natürlich rede ich auch, aber so manches Mal bin ich einfach nicht anwesend. Öfters mach ich mir Gedanken um die Welt und was um mich herum geschieht. Was für Möglichkeiten es gibt, was meine Träume sind, wie man die Welt bessern kann, einfach alles. Sachen, die vielen nicht mal im entferntesten in den Sinn kommen. Manchmal starren mich Wölfe auch schief an, doch daran habe ich mich schon längst gewöhnt. Ich empfinde das schiefe Anstarren, wenn ich über meine Träume rede schon als normal, wie das Atmen. Trotz allem bin ich sozial. Ich rede mit jedem, der es auch mit mir tut, und kümmere mich um die Schwächeren und Traurigeren. Selbst die, die verletzt sind und Hilfe brauchen, lassen mich nicht kalt. Ich bin mehr der Wolf, der sich um das Leben anderer statt um sein Eigenes kümmert.Ich kenne weder Arroganz, noch Egoismus. Doch selbst diese Wölfe grenze ich nicht aus. Jeder hat nunmal seine Macken und seine Stärken. Fremde haben selbst bei mir eine Chance. Ich grenze niemanden aus, nicht einmal die, die mich nicht leiden können, und höre auch oft zu was andere zusagen haben. Was an mir vielleicht etwas anders ist, könnte daran liegen, dass ich mich nicht darum schere, aus welchem Rudel andere Wölfe kommen. Mir ist es egal, ob sie aus dem Rudel der Bathors oder aus entfernten Orten kommen, ich behandle jeden gleich. Respektvoll und freundlich. So habe ich auch den ein oder anderen kennengelernt. Nur schade ist, dass nicht jeder Wolf so offen ist und andere zurückschreckt oder niederträchtig behandelt. Ich bin immer offen für Neues und Unbekanntes. Abenteuer, neue Erfahrungen, Fremde. Meine Neugier und Offenheit für solche Sachen könnte mich vielleicht früh oder später in Schwierigkeiten bringen, aber noch hat mir diese Eigenschaft kein Haar gekrümmt. Dafür spricht mein Optimismus für mich. Ebenfalls gehöre ich zu den Wölfen, die Streit vermeiden. Meine eigenen Meinungen und die Art, wie ich mit anderen spreche, klingt gewählt, niemals provozierend oder dominant. Ich versuche Streit zu vermeiden, doch wenn es hart auf hart kommt und sich ein Wolf mit knurrenden Lefzen und geöffneten Fang mir nähert, werde ich versuchen, es friedlich zu lösen. Wenn jedoch nichts die dunkle Stimmung besänftigen kann, kann niemand etwas daran rütteln. Falls so etwas mal passieren sollte, werde ich nicht weglaufen, sondern mich der Herausforderung stellen. Töten werde ich jedoch keine Seele, die es nicht mit ganzen Herzen verdient hat. Ich werde nie einer der Wölfe sein, die Unschuldige töten. Ich begnüge mich an keiner anderen Partei, da es letztendlich ziemlich unfair dem anderen gegenüber wäre, vertrete jedoch auch meine eigene Meinung. Wie soll man auch den Streit lösen, wenn man parteiisch ist? Jedoch kleinere Kabbeleien vergesse ich schnell, man kann immerhin nicht ewig nachtragend sein. Jeder muss mal seine raue Stimmung ablegen und fröhlich sein, damit man überhaupt die schönen Seiten der Welt sehen kann. Das heißt jedoch nicht, dass du mit mir umspringen kannst, wie du willst. Ich bin jederzeit bereit, meine Würde und meine eigene Meinung zu verteidigen, wenn es nötig ist. Mein Handeln ist selbstbewusst und nicht blindlings, da ich erst einmal nachdenke, bevor ich handle. Man kann immerhin sich und andere Wölfe nicht sinnlos in Gefahr begeben. Wenn es Probleme gibt, ignoriere ich sie natürlich nicht einfach und kümmere mich um meine eigenen Sachen, selbst ich mache mir Gedanken wie man es lösen könnte, ohne noch mehr zu provozieren. Man kann schlecht in einem Rudel leben, wo Streit herrscht. Misstrauen ist nicht meine größte Stärke, doch trotz alledem bin ich vorsichtig, um niemandem zu schaden. Könnte sogar sein dass Ich das ich auf gespielte Sachen reinfalle, doch niemand kann jemanden wirklich genau lesen, ohne selber einmal in eine Grube zu fallen. Ich könnte noch lange über mich erzählen, doch wenn du mir mal begegnest, wirst du schon sehen, wie ich mich entwickle. Wer weiß? Vielleicht werden wir später sogar einmal gute Freunde oder sogar Seelenverwandte? Das werden wir früh oder später erfahren. Bestimmt wärst du dann in der Lage mich besser zu beschreiben. Nur hoffentlich nicht negativ, weil mir schlechten widerfahren ist sondern positiv, immer den Wolken entgegen und mit einen Heulen, dass niemand mehr vergessen wird.


stärken&schwächen;
Jeder kann etwas und der andere nicht. Einige sind sogar dem anderen haushoch überlegen und schlagen sie um längen, während andere nur mühselig hinterherhinken. Meine Stärken und Schwächen? Nun, sportlich bin ich am meisten im Sprinten begabt. Meine Pfoten tragen mich wie der Wind, während andere mich nur von weiter weg sehen. Der Nachteil ist natürlich, dass ich so lang wie andere mitmache. Ich könnte locker auf über 50/km/h kommen, wie lange ich so etwas jedoch durchhalte ist di größere Frage. Natürlich, wir Wölfe sind mehr ausdauernd und ich halte auch eine Weile durch, aber Stundenlang so schnell zu rennen zieht nun einmal auf der Ausdauer. Ich bin im Jagen bevorteilter, Kämpfen schließe ich natürlich nicht aus. Meine größte Stärke ist jedoch die Gabe, zu denken bevor man handelt. Ich stürze nicht wie so manch andere blindlings in den Kampf, sondern denke mir Möglichkeiten aus wie man es besser lösen könnte. Selbstverständlich halte ich mich an die Anweisungen und Strategien der anderen Wölfe. Wenn man jedoch alleine ist, besteht nun einmal ein Vorteil wenn man Stategien entwerfen kann. Zwar kann nicht alles immer nach Plan funktionieren, aber man kann es ja Mal versuchen. Zudem bin ich recht geduldig. Jedoch nicht so geduldig dass du mich tagelang auf einen Punkt stehen lassen kannst, wenn du verstehst was ich meine. Weitere Stärken.. es könnte eine Stärke sein, dass ich meine Wörter gut wähle und Streit meistens aus dem Weg gehen kann. In Betonung auf meistens. Nichts klappt nun einmal nach Plan. Aber genug geplaudert.Keiner würde seine Schwächen preisgeben, aber da ich deine neugierigen Augen nicht widerstehen kann, sollte ich sie dir verraten. Du würdest sie wahrscheinlich sowieso schnell vergessen, aber trotzdem psst, okay? Meine natürliche Schwäche ist das Tagträumen. Öfters Träume ich vor mir hin und mache mir Gedanken, da entfällt mir schon mal einiges oder ich überhöre die ein oder andere unwichtige oder gar wichtige Sache. Aber egal. Mir das abzugewöhnen könnte ziemlich lange dauern, vielleicht ist es sogar unmöglich. Zumindest solange wie ich Hoffnung trage. Ebenfalls eine Schwäche von mir ist manchmal meine Unsicherheit. Ich lasse mich von Instinkten und Gefühlen leiten, was mich in Gefahr bringen könnte. Natürlich, ich denke, bevor ich handle, aber manchmal schlägt selbst das fehl. Man kann nicht immer das Richtige machen, und das weißt du bestimmt auch. Selbst meine Offenheit gegenüber Fremden und Neuen könnte mir eines Tages zum Verhängnis werden, aber keiner ist perfekt. Nun, ob ich mehr Stärken oder Schwächen habe? Ich weiß es nicht. Ich habe noch nicht alles gesehen, das ein oder andere wird sich sicherlich später verausgaben.

vorlieben&abneigungen;
Von meinen Vorlieben könnte ich Geschichten schreiben, von den Abneigungen jedoch weniger. Ich respektiere jeden, selbst Fremde. Doch trotzdem könnten die ein oder anderen Abneigungen sogar zutreffen. Aber zuerst erzähle ich dir ein paar Vorlieben von vielen. Um ehrlich zu sein, ich bevorzuge den Herbst und den Frühling mehr als den Sommer und den Winter. Im Sommer ist es immer so heiß, und im Winter... gibt es nun einmal weniger Beute. Da sind Herbst und Frühling das perfekte Mittelmaß. Zudem bevorzuge ich Sonnenuntergänge. Das rote Licht, in dem die Welt getaucht wird ist einfach nur zum Träumen. Die Welt allein macht mich schon glücklich. Der frische Wind, wenn man durch den Wald wandert, das zirpen der Grillen und die Blumen auf der Weide. Andere Wölfe, die Welt ist einfach nur zum Träumen. Natürlich läuft nie alles perfekt, aber meiner Meinung nach sollte man den Moment genießen wenn man die Chance dazu hat. Man sollte sein Glück nicht einfach so wegwerfen sondern versuchen die Welt zum Strahlen zu bringen. Zudem sind Welpen für mich wie ein Geschenk. Ihre Augen wenn sie sich über etwas freuen ist einfach nur entzückend. Sie tollen rum und wachsen heran. Aber nun gut, solange sie nicht anfangen jemanden zu bedrängen oder in den tiefsten Momenten stören b.z.w die Geduld auf den Höhepunkt treiben kann man sie schon aushalten, sicherlich auch die die etwas gegen sie haben. Immerhin haben wir alle ein Herz. Ich könnte selbstverständlich noch hundert andere Sachen aufzählen, die mir gefallen, aber du hast natürlich auch nach anderen Dingen gefragt.Auch, wenn ich das meiste akzeptiere, hab ich selbst Abneigungen. Ich sehe es nur ungerne, wenn sich Wölfe als höchst verantwortungslos zeigen oder andere betrügen und ihre Herzen zum Brechen bringen. Ich hasse generell schlechte Wölfe, aber wer tut das denn nicht? Doch ich weiß, dass selbst solche Wölfe sich ändern können, wenn sie es nur wollen. Sie müssen nur begreifen und etwas Ehrgeiz zum Lernen zeigen, dann werden selbst sie gemocht. Zudem bevorzuge ich keine Veränderungen. Kleine sind schon aushaltbar, aber nicht jeder kann mit einem Schicksalsschlag wie dem Tod der eigenen Mutter oder gar schlimmeren klarkommen. Große Veränderungen wie dem Bruch eines Rudels sind auch nicht für jeden gut lösbar. Ich kann zwar damit klarkommen, aber manchmal kann selbst ich aus meiner Traumwelt nicht entkommen. Ob es mehr Abneigungen gibt? Sicherlich, aber selbst ich kenne nicht alle.


ängste;
Niemand gibt seine Ängste preis. Weil sie Angst haben, dass es jemand erfährt. Ich gehöre ebenfalls zu diesen Wölfen dazu, die bei solchen Themen eher misstrauisch sind. Jedoch kann ich dir trotzdem eine Angst verraten. Meine größte Angst sind die, die ich liebe zu verlieren. Ich habe es mir schon einmal verschuldet, vielleicht auch überspielt aber trotzdem werde ich sie nicht vergessen. Keiner will verlieren. Du sicherlich auch nicht, stimmts? Behüte einfach nur die, die du liebst und helfe jenen, die es brauchen, dann wirst selbst du erfahren, was es heißt, gemocht zu werden. Wie heißt es so schön? Wie es in den Wald reinhallt, so hallt es auch zurück.





Vergangenheit


Nie werde ich jene vergessen, die mir das Leben schenkten. Lieblich und nett ihre Stimmen. Jeden Tag wuchs ich auf, erfuhr mehr von der Welt und lernte Neues kennen. Nie werde ich sie vergessen, wie sie mir sanft über mein Fell fuhren und mich anlächelten. Selbst meine Geschwister und die, die Älteste der Familie war und somit auch meine Schwester werde ich nie aus meinen Gedanken verbannen. Nie werde ich dass gutmachen können, was ich getan habe, und nie vergessen, wie viel ich ihnen noch schulde. Doch nichts kann ich machen. Ich kann mich nur entschuldigen und ihre beiläufigen Bemerkungen hören, wie sie auf mich niederprasseln und mir das Lächeln in meinen Lefzen als wir uns wiedersahen wegwischten.


familie&freunde;
Mein Vater war Daimon, ein stolzer Wolf. Er hat schon Geschichte geschrieben, weshalb ich stolz bin, sein Sohn zu sein. Ich konnte ihn nicht wirklich kennenlernen, da ich kurz nach dem Bruch des großen Rudels Sturmtief geboren wurde, das einzige an was ich mich erinnere, sind seine leuchtenden, bernsteinfarbenen Augen und seine Weise Ausstrahlung. Ich hörte, dass er verschwunden war, bevor ich ihn richtig kennenlernen konnte. Meine Mutter, die, die mich behütete, verschwand auch eines Tages. Sie wurde Chariten gerufen. Ich erinnere mich noch genau an ihre liebliche Stimme und ihren Beschützerinstinkt. Zusammen blieben mein Bruder Anéstis, der Optimist der nie die Hoffnung verlierte und Chióni, deren Herz sich als gutherzig erwies im Rudel. Ich jedoch bin später weitergezogen, auf der Suche nach meiner Bestimmung. Ich konnte nicht wirklich verstehen, wieso mein Rudel so gehandelt hat, aber das ist nun Vergangenheit. Déspina, die jetzige Leitwölfin ist ebenfalls meine Schwester, nur dass sie viel älter ist als ich. Sie werde ich ebenfalls nie vergessen, auch wenn ich nicht wirklich wusste, ob sie die einzige ältere Schwester war oder mehr Geschwister hatte. Ich habe vielleicht nicht viel Zeit mit ihr verbracht und das Rudel verlassen, nur um meinen Träumen näher zu sein, aber egal. Freunde? Nun es gäbe jemanden den ich mir zum Freund gemacht habe. Tendai. Jedoch bin ich mir unsicher ob sie sich noch an mich erinnert oder ob sie mich aus ihren Gedanken verbannt hat. Ich werde es sicherlich noch erfahren.


vergangenheit;
.Du willst meine Geschichte wissen? Die Geschichte eines Träumers, dem nie jemand zugehört hat? Meine ganze Seele ist in sie geschrieben, von Anfang bis Ende. Du stellst dir das Leben eines Eingeborenen leicht und schwerelos vor, hm? Nun, wenn du wirklich so denkst, dann will ich sie dich hören lassen. Sie ist geschrieben mit Freude und Leben, mit Trauer und Mut. Keinem habe ich je meine Sicht erzählt, meine Gedanken und meine Empfindungen zu dieser Geschichte. Die meisten kennen sie, doch nicht so, wie es wirklich war. Nie war jemand immer bei mir, an meiner Seite, während ich durch die Epochen der Zeit gewandert bin.. Doch dazu werde ich noch früh genug kommen. Du willst sicherlich dir sicherlich nicht den ganzen Tag mein Gerede anhören. Doch da du mich sowieso schon so gut wie kennst, muss ich dir auch nichts mehr verheimlichen. Schlau wie du bist wirst du sicherlich eines Tages dahinterkommen. Alles begann in einer dunklen Nacht. An diesem Tag schlug meine erste Stunde. Ich erinnere mich noch, wie ich mich fast hilflos gefühlt habe. Blind, nichts wissend kroch ich instinktiv zu der Nähe meiner Mutter, Cariten. Ich spürte ihre Wärme und fühlte mich geborgen. Sicherlich ist dies für dich nichts Neues, aber lass mich weitererzählen. Jede Nacht spürte ich ihren wachsamen Blick auf mir, ihren Atem, der uns wärmte. Auch wenn ich nicht wusste, wer ich war, und was um mich geschah, fühlte ich mich wohl, selbst dann, wenn meine Geschwister nicht bei mir waren. Ich fühlte mich aus irgendwelchen Gründen immer sicher, wenn ich ihre Anwesenheit spürte. Für uns vergingen Tage. Jeden Tag wurden wir stärken und fingen an uns zu entwickeln. Die Tage kamen immer näher, an denen wir die Welt endlich entdecken durften. Wie viele Tage vergingen, weiß keiner mehr, aber lange kam mir es nicht vor. Ich begann, mich aus meiner Hülle zu trauen. Langsam öffnete ich die Augen, um endlich zu denen blicken zu können, die um mich herum schliefen. Es fühlte sich wie eine erfolgreiche Jagd an. Meine Augen erblickten das Fell meiner Mutter, bunt wie die des Herbstes. Ihre sanften Augen blickten auf mich herab, bevor sie begann, sanft mein Fell zu streicheln. Meine Geschwister dagegen hatten ihre Augen noch nicht geöffnet. Ich war also der Erste, der unsere Mutter erblicken durfte. Später öffneten auch sie die Augen und begannen die Töne zu hören, die sich um uns scharten. Für uns war alles unbekannt, und voller neuer Sachen, die wir entdecken wollten. Irgendwann kam jemand zu uns jemand. Meine Augen ruhten wachsam auf dem Ausgang der Höhle, gespannt was nun kommen würde. Natürlich waren wir noch jung und ungestüm, weshalb es den anderen nicht interessierte, was ihnen näherkam, nunja, sagen wir mal sie verloren schnell Interesse. Eine Wölfin, dessen Fell in verschiedenen Creme und Weißtönen leuchtete streckte ihren Kopf in die Höhle hinein. Ihre wachsamen karamellfarbenen Augen blickten uns an, mit Neugier gefüllt. Ich konnte nicht wirklich sehen, ob die anderen sich der Wölfin näherten, ich tat es jedoch. Sie war groß, vielleicht so groß wie Mutter, doch sie strahlte eine fast autoritäre Aura aus. Ich wollte mehr wissen, brachte aber nur ein kleines Fiepsen aus mir heraus und konnte nur meinen Kopf schief legen. Natürlich war meine erste Frage, ob es mehr von ihr gäbe, jedoch verwarf ich sie schnell. Die Wölfin, auch Déspina genannt blieb nicht lange. Sie verließ schon bald die Höhle. Ich konnte nur einen kurzen Sonnenschein und etwas Gras erblicken, Cariten erlaubte mir jedoch nicht, nach draußen zu gehen. Sie erzählte mir, dass wir schon bald raus können, dies würde aber noch ein kleines bisschen warten müssen. Wir wurden immer stärker, und begannen und zu entwickeln, während die Tage an uns vorbeistrichen. Als wir lernten besser zu laufen durften wir endlich einen Blick in die offene Welt werfen. Jeder von uns war aufgeregt, wir kannten ja die Welt außerhalb dieser Höhle noch nicht. Nachdem uns Cariten die Erlaubnis gegeben hatte, stürmte ich schon fast aus der Höhle. Die anderen folgten mir ebenfalls, Cariten im Schlusslicht. Die Sonne blendete mich, und ich konnte kurz nichts sehen, der Grund auch wieso ich auf die Schnauze gefallen bin. Meine Augen weiteten sich vor Neugier, als ich alles erblickte. Den Wald, das Moos und das Gras, den Hochstein. Dies war bestimmt der Moment, an dem ich angefangen habe zu träumen. Ich konnte meine Augen nicht mehr lösen, nicht mal von den Wölfen, die zu uns rübersahen. Alles war so neu. In mir brennte das Verlangen, die Welt zu entdecken. Wir durften uns sogar in der Nähe von Mutter bewegen, später aber mussten wir wieder zurück in die Höhle. Natürlich weigerte ich mich erst einmal, weil ich das Gefühl zwischen den Pfoten schon anfing zu mögen, drückte mich aber nicht lange. Von diesem Tag an fing ich an, ein Träumer zu sein. Tagein und tagaus träumte ich in der Höhle vor mich hin, bis wir nach draußen durften. Ich war weniger der Welpe, der mit Anderen spielte, sondern der, der sich Zeit für sich selber nahm. Nur selten, wenn sie mich aus meinen Träumen wecken konnten, tollte ich mit ihnen herum, mal mehr, mal weniger. Eines Abends hörte ich die Stimmen der anderen Wölfe. Meine Geschwister dösten, und Mutter war nach draußen gegangen. Also riskierte ich einen Blick nach draußen. Déspina, die Wölfin die einst in die Höhle kam und Mutter, sowie ein paar andere Wölfe standen bei einem Wolf. Früher wusste ich nicht, wer er war. Ich konnte nicht wirklich hören, über was sie plauderten. Nur ein paar unverständliche Laute, nichts weiter. Später kamen Mutter und Déspina in die Höhle, worauf ich mich gleich wieder zu meiner Schwester gesellte. Sie spielten mit uns, in unseren Gesichtern war Freude geschrieben. Ich fing an Déspina immer mehr zu mögen, sie immer mehr zu akzeptieren. Wir balgten und tobten, wie ich selber es sonst nie wirklich tat. Für uns alle war es sicherlich ein Moment der Freude, ein Moment der Erinnerung. Später jedoch hörten wir ein Raunen aus der Höhle. Es wirkte verwirrt, vielleicht sogar leise. Kurz darauf hörten wir jedoch ein kurzes Bellen und Schüsse, die in mir selber einen kurzen Schreck und ein kleines Knurren aufbrachten. Mutter und Déspina schienen auf einmal aufgeregt. Ständig Gebelle und Geschieße. Erst dann, als der Morgen anbrach und die ersten Strahlen durch die Baumkronen drangen traute sich meine große Schwester Déspina heraus. Wir waren die ganze Nacht ziemlich angespannt gewesen, einige konnten wahrscheinlich nicht einmal schlafen. Mir blieb nichts anderes übrig, als die Nächte zu verharren und zu warten. Meine Neugier war einfach zu groß. Déspina schien so, als würde sie zu einer Gruppe Wölfe hinübergehen. Ich hätte zu gerne gewusst, was los war, ich durfte aber nicht. Später versammelten sich auch die anderen erwachsenen Wölfe um die Wolfsschar. Geflüster war zu hören, selbst ein kleines Winseln konnte ich gerade noch vernehmen. Seit diesem Tag schien es, als würde nur Nervosität und Angst durch die Luft strömen. Nichts durften wir mitbekommen, wir durften nur in der Höhle bleiben und uns Sorgen machen, was geschehen war. Am nächsten Tag war das Rudel sogar in Trauer getränkt, welche die man bis in den Wald riechen konnte. Alles was ich mitbekam ist das Déspina auf dem Hochstein saß und meine Mutter weg gegangen war. Ich konnte nurnoch kurz ihren Pelz sehen, wie er durch das Gebüsch verschwand. Mag sein, dass sie dies nicht war, aber es ist die einzige Annahme, die ich habe. Später kam zu uns sogar eine Omegafähe, die sich um uns kümmern. Früher war ich stur dagegen, dass sie sich nun um uns kümmern würde, jedoch legte ich diese Art schnell ab. Ich verbrachte meine Tage nur noch darin von meiner Mutter zu träumen, schlief und nahm Nahrung zu mir. Tage, Wochen und Monate strichen an mir vorbei wie der Untergang der Sonne. Wir wurden größer, und durften anfangen, uns offen auf den Rudelplatz zu bewegen. Ich nutze dagegen die Zeit, um fragen zu klären. Ich hatte mich nie getraut die Omegawölfin zu fragen, deren Namen ich nicht kannte, was nun geschehen war. Ich wollte nicht mehr, ahnungslos und dumm dastehen und in mich hineinleben. Ich wollte wissen, was geschehen war. Nach langem Schweigen verriet sie mir ein paar Kleinigkeiten. Dass Wölfe auf einer Versammlung gestorben sind. Auch wenn ich spürte, dass sie mir mehr verheimlichte, blies ich trotzdem von ihr ab. Es hätte keinen Sinn sie ewig auszufragen. Als wir das Alter von 1 Jahr erreicht hatten, begann es erst richtig. Natürlich hatte ich mitbekommen dass Déspina nun die Rolle als Alpha übernommen hatte, doch Fragen hatte ich trotz allem immer noch. Die Erwachsenen fingen an uns Sachen zu lehren, die wir noch spielerisch beherrschten. Sie brachten uns von leeren Worten zum Praktischen, an denen wir uns beweisen mussten. Ich war stark genug um mich verteidigen können und zu kämpfen, auch wenn es viel Übung und Zeit gekostet hat, dies zu meistern. Natürlich, keiner ist perfekt, aber man muss wenigstens etwas können, um zu überleben. Ich genoss jedoch die Jagd. Ich erinnerte mich noch an den ersten Ausflug in den Wald. Die frische Luft, die ich einatmete, und den Geruch von frischem Gras. Wenn ich benennen müsste, ohne was ich nicht leben könne, dann wäre dies einer der Sachen, die mir nahestünden. Die erste große Jagd war ein Reh. Ich musste das Reh hetzen, während die anderen es einkesselten und zu Boden streckten. Die ermutigenden Worte des Jagdführers waren Grund genug, um sich wenigstens dies zu gönnen. Seit dem Verschwinden meiner Mutter lachte ich nie. Meine Stimmung war stets trüb. Doch dieses Mal entfesselte ich ein lautes Lachen und riss meinen Mund weit auf, um ein großes Siegesgeheul anzukündigen. Normalerweiße hatte der Jagdführer das Recht zum Anstimmen, er jedoch drückte ausnahmsweiße ein Auge für mich zu, nur damit ich weiterhin fröhlich bliebe. Leider hielt dies nur an, bis wir das Reh zum Rudel zurückgeschleppt hatten. Der Anblick war einfach mit zu vielen Erinnerungen gefüllt, die ich nicht so einfach hätte, vergessen können. Lange erprobten wir Jungwölfe uns, um endlich den Rang als Mitglied an uns zu nehmen. Dies gelang uns auch. Ob weiterhin etwas Wichtiges geschah? Nein, alles blieb, wie es schon immer war. Ich war immer noch der kleine Träumer, der in die Sterne blickte, und die anderen die Welpen, die ihre fröhliche Haut nicht so einfach ablegten. blieben. Später wurden wir als Mitglieder akzeptiert. Unsere letzte Prüfung war eine Jagd, soweit ich mich erinnern konnte. Möglicherweiße stimmt dies auch nicht, aber daran kann ich mit meinen Gedächtnis nichts rütteln. In meinem 2 Jahr kam es jedoch zu einer Hungersnot. Die Beute verkroch sich von der brennenden Sonne, die auf die Lande hereinbrach und wir litten. Es schien als wäre eine gemeinsame Sache mit den anderen Rudeln unumgänglich. Für mich war dies jedoch einer meiner wichtigsten Erfahrungen und einer meiner wertvollsten Erinnerungen, die ich noch habe. Die drei Rudel zogen zusammen in das Niemandsland, das Land der Wanderer, und wanderten flussaufwärts , in die Richtung der Menschen. Einige berichteten, sie haben dort Karibuherden gesehen, und gäbe es dort genug, auch wenn es ziemlich gefährlich werden könnte. Unsere Rudel trennten sich und schlugen aus Sicherheitsgründen, die ich nicht verstehe, ihre Rast auf verschiedenen Plätzen auf. Genug Flüsse gab es jedoch nicht, damit sich alle aus dem Weg gehen konnten. Mich selber trieb es jedoch eines Tages aus Neugier nach Unbekannten und Durst, der gestillt werden wollte zu der Wasserstelle. Es war ein schwüler Morgen, die Sonne stand noch nicht hoch am Himmel. Die meisten Wölfe verkrochen sich ab dieser Zeit im Schatten und kamen nur nachts raus, was es jedoch nicht besser machte. Selbst nachts waren die Wälder warm und stickig. Ich hatte ehrlich gesagt nur vor, etwas zu trinken. Alleine Karibus zu erjagen war gefährlich, das weiß jeder Welpe. Aber eine anscheinend nicht. Eine schwarze Wölfin, die vor mir an der Wasserstelle war, versuchte einen gesunden, ausgewachsenen Bock erlegen. Keinen kleinen Schwächlichen sondern einen starken, mit einem großen Geweih gezierten Bock. Ich wusste erst einmal nicht, wie ich reagieren sollte. Andere hätten es mit Sicherheit ignoriert, da sie andere Wölfe verachten, bei mir war dies jedoch nicht der Fall. Ich eilte so schnell wie möglich zu der Wölfin und stieß sie von dem Bock weg, der sie beinahe mit seinem gewaltigen Geweih aufspießen wollte. Für ihn wäre es kein Problem gewesen. Er hatte lauter Narben, und an seinem Geweih war die ein oder andere stelle abgebrochen. Ich hörte zwar, dass solche Tiere meistens die Rudelführer seien, doch er schien entweder alleine oder vom Weg abgekommen zu sein. Trotzdem begriff er die Gefahr, schnaubte, und machte kehrt von dem Rudelplatz. Bestimmt hatte er keine Lust sich mit uns herumzuschlagen. Ich hatte zwar erwartet, dass diese Wölfin, mit den goldenen Augen weglaufen würde, doch sie schien ihre Wut lieber auf mir auslassen zu wollen. Sie danke mir nicht, dass ich ihr das Leben gerettet hatte. Knurrend schnappte sie nach mir, wenn ich ihr zu nahe kam und kommentierte alles sarkastisch, ohne mit den Augen zu zucken. Ich konnte verstehen warum sie auf mich so aggressiv war. Ihr wollte bestimmt den Bock mit erhobenen Kopf in das Lager zerren und von allen bewundert werden, doch er habe es ruiniert. Trotzdem respektiere ich die Wölfin. Keiner würde einem Fremden Wolf vertrauen, das verstehe ich. Doch ich spürte, dass sie mir doch irgendwie dankte. Wir sahen uns so gut wie jeden Tag. Doch immer dann, wann ein Gespräch begann, endete es mit einem Streit. Es war nicht gerade einfach, nette Worte zu nehmen, um sie nicht noch mehr zu provozieren, aber es reichte aus, um keinen Kampf anzufangen. Jede Nacht dachte ich an sie, an das Ereignis was sich eines Morgens am Fluss ereignete. Ich wollte erst gar nicht daran denken, was passiert wäre, wenn ich nicht geholfen hätte. Man sollte keine anderen Wölfe verurteilen, nur weil sie in einem anderen Rudel sind. Ständig sag ich das Flackern in ihren Augen und hörte ihr Kämpferherz schlagen. Trotz ihres Hitzkopfes und ihres Stolzes schaffte sie es doch eines Tages, ihre Haut abzulegen. Sie fing an, sich auf Gespräche einzulassen, auch wenn sie nicht wirklich lang waren. Später wurden sie jedoch länger und freundlicher. Jeden Tag trafen wir uns, um unsere Neuigkeiten auszutauschen, verrieten aber natürlich nichts, was gefährlich werden könnte. Wir lernten uns immer mehr kennen, und ich fing an, immer mehr Gefallen an dem Temperarament der Wölfin zu finden. Keiner wusste etwas darüber, was auch gut so war. Unsere Freundschaft ging einmal sogar so weit, dass wir anfingen, zusammen Karibus zu erlegen, um mehr Nahrung für unser Rudel zu holen. Das Transportieren war nicht einfach, jedoch machbar. Für mich schien es, als hätte ich einen neuen Traum gefunden, der mich leitet. Am liebsten hätte ich ewig mit ihr geplaudert, doch eines Tages trennten sich unsere Wege. Unsere Rudel mussten zu den alten Jagdgebieten zurückkehren. Ich bekam zwar nie sonderlich viel mit, doch als ich es hörte, war ich traurig. All die schöne Zeit, die Zeit ohne Einsamkeit, und sie soll schon vorbei sein? Mir blieb nichts anderes übrig, als dem Rudel der Daimons zu folgen. Ich werde diese Zeit nie vergessen. Sie war es, die mich aus meinen Träumen geweckt hat, und ihnen neuen Glanz verliehen hat. Auch wenn wir getrennt sind, schlägt mein Herz für sie noch wie ein ganzes. Ich erinnere mich noch genau an die Neckereien und Späße, die sie miteinander trieben. Das Lächeln von ihr, wenn wir uns ansehen, macht mich einfach nur glücklich. Immer der scherzhafte, jedoch liebevolle Unterton, der aus unseren Mündern tritt, ihr Lächeln und ihre Ausstrahlung, all dies konnte ich einfach nicht vergessen. Tage und Nächte dachte ich an sie, und wünschte mir ich könnte bei ihr sein. In meinem Heulen sammelte sich all die Sehnsucht, die sich im Wasser spiegelte. Vielleicht war ich durch unsere Trennung sogar noch trauriger als bei dem Verlust meiner Mutter. Immerhin hatte ich schon wieder etwas verloren, was mir wichtig war. Zwar sahen wir uns, wenn wir Wölfe uns einmal an Vollmond versammelten, doch es war immer noch zu wenig. Trotzdem lernte ich, mit diesem größeren Gefühl der Sehnsucht klarzukommen. Ich wachte über mein Rudel und redete trotz alle dem mit den Wölfen, die um mich herum waren. Ich beobachtete die Veränderungen der Natur und der Wölfe, wie ich es schon immer getan hatte. Wurde größer und älter, und begann reifer zu werden. So wie die Früchte des Baumes wachsen, so wuchs auch ich. Einige blickten zu mir herüber, vielleicht aus Mitleid, vielleicht auch etwas anderes. Doch mich interessierten diese Wölfe nicht sonderlich. Ich rede zwar mit ihnen und bewahr meine Höflichkeit, meine Träume erloschen jedoch nie. Leise und still studierte ich das Verhalten der Tiere und die Entwicklungen der Natur. Was blieb mir auch anderes übrig? Ich hatte niemanden. Mir schien fast so, als würden sich meine Geschwister sich nicht für mich interessieren. Wie als wäre ich Luft für sie. Eines Tages endete mein Traum jedoch. Es war schon 1 Jahr vergangen, Frühling um genau zu sein. Der Schnee schmilz von den Grasdecken und füllte es mit Wasser, und Blüten erhoben sich aus ihrem Schatten und sprießen, während Bäume Wurzeln schlugen. Wir hatten den Winter einigermaßen gut überstanden und nicht vieles davongetragen, doch trotzdem war der Winter eine schwere Zeit unserer Bürde. Die Vögel kamen aus ihren Verstecken, ebenso die Tiere. Die Sonne strahlte nur ein bisschen ihrer Wärme aus, und der Himmel war orange gefärbt. Viele waren noch nicht wach, ich saß jedoch wie immer ziemlich früh auf dem Rudelplatz. Ich beobachtete die Färbungen des Himmels, die sich immer wieder änderten, bis ein Wolf hinter mir auftauchte. Seine Statur war alt und zerbrechlich, seine Augen leuchteten jedoch vor Weisheit. Ich kannte seinen Namen nicht, er erwähnte jedoch, dass ich ihn nicht zu fragen brauchte. Er sah aus wie ein gewöhnlicher europäischer Wolf, der mich etwas an Daimon erinnerte. Seelenruhig setze er sich zu mir und streckte wie ich seine Schnauze in den Himmel. Er wollte mir zusehen, wie ich die Wolken beobachtete. Seine einzigen Worte, die er an diesem Moment von sich gab, waren etwas mit Verbindung zur Sonne und den Wolken. Seine krächzenden Worte erreichten mich trotzdem. Ich erinnere mich, wie er mir eins sagte, dass die Sonne ein eigenständiges Wesen sei. Er sagte, dass sie den Himmel färbte, um sie aus ihren tiefen Träumen zu wecken. Dass die Sonne weiß, von was sie träumt, und dass sie ihren Träumen folgte. Sie lauschte einfach nur dem Wind, um ihre Antwort zu wissen. Dies waren die Worte, die mich aus meinen ewigen Schlaf geweckt hatten. Ständig war ich nur am Herumträumen gewesen, auf der Suche nach meinem Traum. Nie hatte ich realisiert, dass die Antwort die ganze Zeit vor mir lag. Ich dachte für ein paar Momente, dass es alles einfach gewesen wäre, und ich nur zu naiv war, um es zu begreifen. Meine Augen öffneten sich, und ich fing an nachzudenken. Stundenlang dachte ich nach, wie ich meinen Traum finden könne. Diese Worte, die mir der Wolf einst gesagt hatte, erinnerten mich an die Gedanken, die ich einst hatte. Die Welt zu erkunden, und die zu finden, die ich am meisten liebte. Für mich war dies der Tag, an meine Geschichte vollkommen umgeschrieben wurde. Nicht nur Geträume. Nicht das ständige Nachdenken. Ich hatte einen Weg. Einen Weg, den ich nur alleine gehen konnte. Doch auf mir lastete eine schwere Bürde. Ich war der Sohn Daimons, und auch wenn ich nicht Beta oder Ähnliches werden würde, bliebe Daimon trotzdem mein Vater. Dies würde es mir sicherlich nicht leicht machen, zu gehen. Und so war es auch. Lauter Disskusionen trafen mit Déspina und meinen Geschwistern ein. Wörter wandten sich wie Schlangen um mich und erdrosselnden mich, während ich gegen sie ankämpfe. Oft genug versuchte ich sie, zu überzeugen. Dies schaffte ich eines Tages auch. Sie ist zwar meine große Schwester, jedoch werde ich nicht immer der kleine Bruder sein, der ich nun einmal war. In mir öffnete sich eine Erinnerung, die ich schon fast vollkommen vergessen hatte. Ich erinnere mich noch an den Wolf, um den sich alle einst scharten als ich noch klein war. Ich wusste immer noch nichts darüber, was mit ihm geschehen war. Nach all den Jahren hatte ich mich nicht getraut, zu fragen, was mit ihm geschehen war. Die Omegawölfin, die sich eins um uns gekümmert hatte, hatte mir nur Bruchstücke erzählt. Und Mutter war nie zurückgekehrt. Das Letzte war ich in diesem Rudel tat, war Déspina zu fragen. Wenn sie mir nicht antworten würde, dann wäre ich am Boden zerstört gewesen. Doch sie sagte es mir. Aus ihrem Mund flatterten die Tatsachen und die Wahrheit, dass es Vaters Beta gewesen war. Er selber wäre einer Versammlung gestorben. Keiner der Anführer sagte sie, konnte sich noch retten. Ich trauerte darum, ihn nie kennengelernt zu haben. Es fühlte sich an die ein Schlag ins Gesicht. Ich wusste nicht, wieso sie uns nicht erzählt hatte, doch ich befürchte, die dachte es wäre zu unserem Besten. Vielleicht hat sie auch die Omegawölfin beauftragt, doch dies weiß ich nicht sehr genau. Ich brauchte eine Weile um es ganz zu realisieren und verstehen zu können. Ich musste akzeptieren, dass ich es nie rückgängig machen könnte. Die ganzen Legenden um Daimon und den anderen Anführern, alles akzeptierte ich. Ich begriff, worum es die ganze Zeit ging, und was ich alles verschlafen hatte. Alles, was ich nicht realisiert hatte, als es mir vor den Augen lag. Meine Entscheidung blieb jedoch gleich. Meine Träume wurden gestärkt, ich wollte ihnen noch näher sein als jemals zuvor. Ich wollte endlich herausfinden, was ich wirklich bin und für was ich bestimmt bin. Ich wollte nicht mehr der stille Beobachter sein, der im Schatten lauert. Noch am gleichen Tag verabschiedete ich mich von meinen Geschwistern und dem Rudel und trat meine Reise in ein neues Kapitel ein, geschrieben von mir selber. Ob ich dann gleich zu dem Rudel der Itachis weitergegangen bin? Natürlich nicht, ich hatte keinen Grund dazu, aber da du mir anscheinend noch zuhörst, kann ich wohl weitererzählen, ohne dass du mir einschläfst, oder? Nun gut. Stumm wanderte ich aus dem Gebiet der Daimons, in das Niemandsland, in denen Wanderer, wie ich lebten. Es war der einzige Ort in der Nähe, an dem sich welche wie ich aufhalten konnten. Ich kannte die Welt außerhalb nicht und wusste nicht, wie ich es behandeln sollte. Ich roch noch schwache Fährten von Wölfen, die mir nicht bekannt waren, doch solange sie mich nicht aufhalten oder mich gar verletzen soll es mir nur recht sein. Jeder Wolf hat sein Leben verdient, selbst welche die außerhalb des Rudels Sturmtief geboren sind. Mein Lebensweg bestand nur noch darin, kleine Beutetiere zu erjagen, mir Platz zum Rasten zu suchen und nachts in die Sterne zu blicken und in mich hineinzuhören. Ich suchte Lösungen und fragte die Sterne nach Rat. Ich hörte jedoch keine Antwort, nur Stille, die durch den sanften Wind unterbrochen wurde. Ich träumte schon öfters von der Vergangenheit. Erinnerungen, mal wertvoll und mal einfach nur etwas, was man in sich behalten möchte. Es kam sogar vor, dass so manch Traum sich wiederholte. Ich weiß nicht, wie weit ich gegangen bin, doch mir kam es endlos vor. Ein Wald, so groß wie das Land. Nie habe ich ihn vergessen, nie sah ich etwas anderes. Ich begann alles mehr zu verstehen und erlernte die Kunst, eins mit der Natur zu sein. Sich wie ein Reh zu fühlen, das froh durch den Wald springt. Aber du verstehst mich gerade sicherlich nicht wirklich. Ich fing an Sachen zu verstehen, die ich sonst nie wirklich verstehen konnte. Selbst das Urteil mit meinem Vater. Ich akzeptierte, dass ich ihn nie kennengelernt habe, geschweige denn ihn je wirklich gesehen habe. Geschehen ist aber nun eimmal geschehen, man kann nichts daran rütteln. Mir ist vieles klar geworden. Vielleicht hätte ich so ein so umfangreiches Wissen nie gefunden, wenn ich nicht aus mir herausgekommen wäre. Ich werde es wohl nie erfahren. Eines Tages begegnete ich einer Wölfin. Sie wandelte durch das Niemandsland, sinnlos die Welt durchquerend. Sie ward mir nicht freundlich gesinnt, ihre Augen glühten vor Wut. Doch ich spürte Angst in ihr. Sie benahm sich so, weil sie wusste, dass sie keine Chance hatte. Ihre Kraft hatte nachgelassen, ihre Dürre und ihr Hunger quälten sie . Ich bot ihr etwas von meiner Beute an und bat sie zu meiner Rast, um sich auszuruhen. Ich konnte es nicht ertragen, jemanden so leiden zu sehen. Sie sah für mich aus, als hätte sie noch viele Jahre vor sich, doch ich erfuhr weder ihren Namen noch ihr Alter oder ihre Herkunft. Sie sagte, es wäre sicherer es nicht zu wissen. Doch auch wenn ich ihr den Hasen geschenkt habe, so gab sie mir doch nach ein paar Bissen das Tier zurück. Sie bat mich darum, einen Tag noch bleiben zu können, um neue Kraft zu sammeln. Für mich sprach nichts dagegen. Während ich die Beute jagte, wachte sie über den Schlafplatz und die Beute, die übrig war. Nachts versteckten wir die Beute und verdeckten ihren Geruch, um vor Feinden zu sein. Zusammen teilten wir uns den Schlafplatz, der noch genug Schatten hatte, um einen von uns zu schützen. Ich konnte meine Augen jedoch nicht zumachen. Ich hörte, dass jemand im Gras lief. Die Wölfin, die bei mir rastete, war verschwunden, ohne ein Wort oder Sonstiges. Glücklicherweise war sie jedoch in der Nähe, ihre Seelenspiegel auf einen Spiegel gerichtet. Ihre Augen führten trüb über das Wasser, ihre Zunge trank die kalte Essenz. Als sie mich bemerkte, machte sie keine großen Anstalten und kam gleich zum Punkt. Sie wollte nicht, dass ich in Bedrängnis käme, und wollte in der Nacht aufbrechen, wenn keine Vögel ihre Anwesenheit verraten würde. Ihr Wille war stark, ihr Herz leuchtete vor Entschlossenheit. Ich konnte keinen solchen Willen brechen, also ließ ich sie ziehen und gab der Wölfin Beute mit, damit sie nicht hungerte. Sie verließ den Wald, zumindest konnte ich ihre Anwesenheit nicht spüren. Es vergangen wieder Tage ohne Grund und Zeit, die sie an den Boden nagelten. Ich sah die Sonne über den Himmel, die Sterne, wie sie sich auflösten. So manches Mal zog ich weiter, um mir einen neuen Rastplatz zu suchen. Ich weiß nicht, wie lange es schon so geht, aber mir kommt es endlos vor. Ich erreichte eines Tages den Rand des Waldes, und sah einen kleinen Hügel, der sich von dem Grasgestrüpp erhob. Es war Tag, die Sonne fing an, ihre Schatten über den Himmel zu ziehen. Noch hatte ich keinen Grund gefunden, keine Hoffnung, die mich leiten solle. Ich sah in den Himmel, auf eine Wolke, anders als es je eine sein könnte. Ich schwor, dass ich eine Form sah, Ohren, die aus der Wolke kamen, und Augen, die unter der Wolldecke warm hervorblitzen. Es erinnerte mich an jemanden, den ich schon lange nicht mehr sah. Nach langem Schweigen und Nachdenken viel es mir ein. Tendai, die Wölfin die ich bis heute noch verehre sah der Wolke ähnlich. Auch wenn die Wolkendecke nur aus Seide bestand, mir war es egal. All die Emotionen und Erinnerungen, die mich mit ihr geteilt hatte, kamen in mir auf. Freude, Schmerz ... ein Lächeln, das mir schon lange verborgen gewesen war, zauberte sich auf meine Lefzen und bringte mich endlich wieder dazu zu träumen. Ich war so blind. Das, was ich suchte, war die ganze Zeit vor meinen Augen. Die Sehnsucht, die ich verspürte, umhüllte mich, und brachte mich dazu ein Heulen loszulassen, dass ich als mein Versprechen geben wollte. Ich versprach, die zu beschützen, die ich liebte, egal was es kostete. Ich wollte nie wieder verlieren, nie wieder alleine sein müssen. Ich versprach mir, mein Leben so zu führen, wie ich es wolle. Noch am selben Tag eilte ich zu dem zerteilten Rudel, so schnell mich meine Pfoten auch trugen. Blätter und Äste streiften mein Gesicht und streichelten mein Fell. Der Wind wehte in die Richtung des Rudels, aus denen ich getreten bin. Ich fühlte mich wie ein Vogel, aus seinem Käfig befreit, die Flügel geöffnet um sich in den Himmel zu erheben. Es war Zeit für mich. Schon zu viel Zeit war vertrödelt gewesen. Meine Pfoten trugen mich zu dem Rudel der Itachis. Ich bezweifelte, dass mich die Daimons wieder einen unloyalen Wolf in ihre Obhut nehmen würden, auch wenn ich aus ihren Reihen stammte. Und ob mich der Anführer des Bators mit offenen Armen empfangen würde, konnte ich nicht wirklich glauben. So kam ich hier her. Ihre Anführerin nahm mich auf, und band mich in das Bund des Rudels ein. Es vergingen Monate, vielleicht sogar Jahre bei meiner Reise. Doch nun wusste ich, was ich tun würde. Ich würde nicht mehr ziellos durch das Leben streifen und nach dem roten Faden suchen. Nun weiß ich, was ich tun werde. Und auch, wenn sich meine Träume nie erfüllen werden, so werde ich doch ewig träumen, selbst wenn meine Seele in den Himmel wandern würde. Mein Leben ist noch nicht vorbei, und ich habe auch nicht Lust es zu beenden. Es würde jeden glücklich machen, zusammen mit denjenigen zu atmen, die sie beschützen. Denk daran, hör nicht auf zu träumen, selbst wenn es hoffnungslos erscheint. Wenn du nur fest daran glaubst, kann alles erfüllt werden. Lass dich nicht von der Strömung leiten, sondern bestimme selber die Richtung, in die zu schwimmen willst. Du kannst alles schaffen, wenn du dich nur anstrengt und alles dafür gibst. Glaub mir, eines Tages wirst du begreifen, was ich meine. Die Zeit wird kommen, an dem Selbst du mit großen, luftigen Schwingen dem Himmel entgegenkommst und über sie blickst, um über sie zu wachen. Die Sonne wird dein Fell leuchten lassen, sodass alle denken werden, du wärst ein Stern, der heller als alle anderen leuchtet.





Außerhalb des Rollenspiels


Rot färbte sich der Himmel, orange die Wolken, als ich dich sah. Deine Seele weiß wie Schnee spiegelte sich in meinen Augen. Das Lächeln, als du zu mir blicktest. Ewig ward ich blind durch die Welt gewandelt, nach Hoffnung und Zuspruch suchend. Blind waren meine Seelenspiegel, getrübt durch die Wahrheit. Ob sich alles je so ändern wird, wie ich es will? Ob meine Träume einst wohl wirklich in Erfüllung gehen, und ich nicht ewig gegen die starke Strömung der Zeit ankämpfen müsste? Werden die Sterne so hell leuchten, wie sie es einst bei deinem Anblick taten? Ich werde warten und kämpfen, bis ich je deine Stimme wieder hören kann, das verspreche ich dir.


bildquelle;
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regeln gelesen;
Was sind Regeln? Ist das was zum Essen?


bei inaktivität;
Bei Inaktivität soll er in seinen Träumen versinken, wenn ich aber irgendwann mal aus irgendwelchen Gründen den Charakter abgeben muss darf er abgegeben werden, da er Tendai's Gesuche ist. Jedoch darf der Stecki nicht genauso übernommen werden, zumindest nicht ohne meine Erlaubnis.


weitere charaktere;


Zuletzt von Morpheus am So März 03, 2013 6:19 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Morpheus - Watch'in Clouds   Fr März 01, 2013 11:16 am

fertig x33 lange Geschichte ist lang :3
nur den Code bekomm ich irgendwie nicht gefixt, in der Vorschau klappt alles und dann sagt des nö ._.
Hoffe du hast dir den Charakter einigermaßen so vorgestellt Tendai ^^
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BeitragThema: Re: Morpheus - Watch'in Clouds   So März 03, 2013 1:33 am

- Rechtschreibung prüfen
Mutter war bunt/braun und selbst ein Mischblut
Der Rüde der am Boden gelegen hatte war einer der Betahs nicht Daimon

An sich sonst alles top und ich finde das es ein sehr gelungener Bruder ist, die Geschichte ist toll geworden und ich kann dir ohne Bedenken ein Wob geben wenn du die Kleinigkeiten geändert hast ^^

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Titel: Daydreamer
Rudel: Rudel der Itachis
Rang: Gewöhnliches Mitglied

BeitragThema: Re: Morpheus - Watch'in Clouds   So März 03, 2013 6:20 am

Hab alles korrigiert~

Danke für das Lob ^^
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Namid
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BeitragThema: Re: Morpheus - Watch'in Clouds   Do März 07, 2013 2:51 am

jetzt muss ich doch auch mal mich melden ^^

Deine Art, wie du ihn vorstellst, sagt mir persönlich richtig zu. Es klingt schön und irgendwie mag ich ihn jetzt schon ^^
Was zu bemängeln hätt ich jetzt nicht.
Mein WOB ist dir also sicher Wink


_________________

This is the end. Hold your breath and count to ten. Feel the earth move and then Hear my heart burst again. For this is the end. I've drowned and dreamt this moment. Skyfall is where we start. A thousand miles and poles apart. Where worlds collide and days are dark. You may have my number You can take my name. But...
You'll never have my heart



2. Charakter: Jane
Code: Lakesha, FormArt
Lycris: Skifall
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